Auch die DGD Stadtklinik Hemer greift den Welt-Alzheimer-Tag auf, um über Demenz zu informieren, für mögliche Warnzeichen zu sensibilisieren und moderne Möglichkeiten der Diagnostik und Behandlung vorzustellen. Mit ihrem Vortrag am 30. September um 17 Uhr beteiligt sich die Stadtklinik an der Demenzwoche, in deren Rahmen bundesweit zahlreiche Informationsveranstaltungen angeboten werden.
Demenz betrifft nicht nur ältere Menschen
Demenz ist keine einzelne Erkrankung, sondern ein Sammelbegriff für verschiedene Krankheitsbilder, die mit einem fortschreitenden Verlust geistiger Fähigkeiten einhergehen können. Dazu zählen unter anderem Einschränkungen von Gedächtnis, Orientierung, Sprache oder Alltagskompetenz. Zwar steigt die Wahrscheinlichkeit einer Demenzerkrankung mit zunehmendem Alter deutlich an, dennoch kann Demenz grundsätzlich Menschen unterschiedlicher Altersgruppen betreffen.
Die Dimension der Erkrankung wird auch anhand der weltweiten Zahlen deutlich: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lebten 2021 weltweit rund 57 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Gleichzeitig erkrankten schätzungsweise rund zehn Millionen Menschen pro Jahr neu. Auch in Deutschland ist die Zahl der Betroffenen hoch. Nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft lebten Ende 2023 rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Davon waren etwa 1,7 Millionen Menschen 65 Jahre oder älter.
Dabei zeigt der Blick auf die Altersgruppen, dass Demenz keineswegs ausschließlich Menschen im hohen Alter betrifft. Weltweit sind etwa zwölf Prozent der Menschen mit Demenz jünger als 65 Jahre. Mit zunehmendem Alter steigt der Anteil der Betroffenen jedoch deutlich an: Bei den 80- bis 84-Jährigen liegt er bei rund 13 Prozent, bei den 85- bis 89-Jährigen bei etwa 24 Prozent und bei den über 90-Jährigen bei rund 35 Prozent.
Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Menschen mit Demenz in den kommenden Jahren weiter deutlich zunehmen wird. Ein wesentlicher Grund dafür ist die demografische Entwicklung und damit der steigende Anteil älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung. Umso wichtiger sind Aufklärung, frühzeitige Diagnostik und eine gute medizinische und pflegerische Versorgung.
Demenz erkennen und verstehen
Erich Esch, Chefarzt der Geriatrie der DGD Stadtklinik Hemer, möchte in seinem Vortrag die wichtigsten Formen der Demenz, mögliche Risikofaktoren und typische Anzeichen vorstellen. Darüber hinaus geht es um die Möglichkeiten der Diagnostik sowie um aktuelle Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene und ihre Angehörigen.
„Demenz ist für viele Menschen mit Unsicherheit und Ängsten verbunden. Umso wichtiger ist es, erste Veränderungen ernst zu nehmen und frühzeitig abklären zu lassen. Nicht jede Vergesslichkeit bedeutet gleich eine Demenzerkrankung – gleichzeitig kann eine frühe Diagnose helfen, vorhandene Behandlungsmöglichkeiten zu nutzen und die weitere Versorgung gut zu planen“, erklärt Erich Esch. Auch Angehörige erhalten Informationen darüber, worauf sie achten können und welche Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Information und Austausch
Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit dem Referenten ins Gespräch zu kommen. Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige und alle Interessierten.
Veranstaltungsdetails im Überblick: 30. September 2026 · 17 Uhr · Vortrag: „Demenz – (k)eine Frage des Alters“ · Referent: Erich Esch, Chefarzt der Geriatrie · Mehrzweckraum 4. OG · DGD Stadtklinik Hemer · Breddestraße 22 · 58675 Hemer · Der Eintritt ist frei.
Vorschau: Die Reihe der öffentlichen Patientenvorträge wird am 28. Oktober 2026 mit einem Vortrag aus dem Bereich der Wirbelsäulenchirurgie fortgesetzt. Weitere Informationen zum Thema und zum Referenten werden rechtzeitig bekannt gegeben.
