Internationale Fachbesuche, das erneut erfolgreich absolvierte Überwachungsaudit der Zertifizierungsstelle ClarCert sowie kontinuierlich steigende Behandlungszahlen belegen die hohe Qualität der Versorgung und den ausgezeichneten Ruf des Zentrums weit über die Region hinaus.
Best Practice: Internationaler Fachaustausch
Bereits im März 2026 begrüßte das Endoprothetikzentrum erneut eine Delegation aus England zu einer mehrtägigen Hospitation. Wie schon mehrere internationale Besuchergruppen zuvor informierten sich die Fachärzte über die in Hemer eingesetzten modernen Operationsverfahren, insbesondere über das EnduRo-Kniesystem, den Einsatz der computergestützten Navigation in der Knieendoprothetik sowie über die Arbeitsweise in einem Endoprothetikzentrum.
Erneut erfolgreiches Audit
Ein weiterer wichtiger Meilenstein folgte Anfang Juni: Im Rahmen des turnusmäßigen Überwachungsaudits bestätigte die unabhängige Zertifizierungsstelle ClarCert dem seit 2015 zertifizierten Endoprothetikzentrum erneut die Erfüllung sämtlicher Qualitätsanforderungen. Damit wurde die hohe medizinische und organisatorische Qualität der Versorgung einmal mehr durch eine externe Prüfung bestätigt.
Auch die Nachfrage entwickelt sich weiterhin positiv. Bereits zur Jahresmitte wurden mehr als 300 Hüft- und Knieprothesen implantiert – ein deutlicher Beleg für das wachsende Vertrauen der Patientinnen und Patienten.
„Diese Entwicklung zeigt, dass unser Anspruch an Qualität, Sicherheit und individuelle Patientenversorgung wahrgenommen wird“, sagt Mevait Arapi, Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Hauptoperateur des Endoprothetikzentrums. „Unser gesamtes Team arbeitet täglich daran, moderne Medizin mit menschlicher Zuwendung und höchsten Qualitätsstandards zu verbinden.“
Leistungsspektrum kontinuierlich erweitert
Parallel zum steigenden Patientenzuspruch wurde das medizinische Angebot in den vergangenen Monaten ausgebaut. In der Hüftendoprothetik gehört inzwischen der besonders gewebeschonende vordere Zugang (AMIS-Technik) zum festen Behandlungsspektrum. Auch die Versorgung mit Halbschlittenknieprothesen wurde weiter etabliert. Darüber hinaus ist die Schulterendoprothetik inzwischen ein fester Bestandteil des endoprothetischen Angebots der Stadtklinik Hemer.
Moderne Computernavigation in der Knieendoprothetik
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der modernen computerassistierten Knieendoprothetik. Dabei setzt die Stadtklinik Hemer bewusst auf ein hochentwickeltes Navigationssystem, bei dem das Endoprothetikzentrum auf die jahrzehntelange Erfahrung der Hauptoperateure Mevait Arapi und Dr. Hans-Joachim Neuhaus zurückgreifen kann.
Dr. Hans-Joachim Neuhaus, leitender Oberarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie, Ärztlicher Direktor sowie Leiter und Hauptoperateur des EPZ, erläutert: „Nach heutigem wissenschaftlichem Kenntnisstand bietet die Navigation für die Patientinnen und Patienten keinen Nachteil, aber auch keinen zusätzlichen Vorteil gegenüber der Robotik hinsichtlich der Genauigkeit oder des Operationsergebnisses. Ein entscheidender Vorteil der eingesetzten Navigation gegenüber der Robotik liegt jedoch an anderer Stelle: Die von uns angewendete Navigationstechnologie zeigt während der Operation an, ob die gewählte Positionierung der Prothese möglicherweise zu einer vorzeitigen Lockerung oder einem erhöhten Verschleiß führen könnte. Somit erlaubt diese Technologie einen verschleißoptimierten Protheseneinbau entsprechend den individuellen Vorgaben des Patienten.“
Diese Informationen sind bislang weltweit bei keinem Robotiksystem verfügbar. Die entsprechenden Berechnungen zum Lockerungs- und Verschleißverhalten werden vom Hersteller im Rahmen der Produkthaftung abgesichert. „Für unsere Patientinnen und Patienten bedeutet das ein Höchstmaß an Präzision und zusätzlicher Sicherheit“, betont Dr. Neuhaus. Die endoprothetische Versorgung im Kniegelenksbereich erlangt damit ein immer höheres Maß an Individualität und richtet sich noch stärker auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten aus.
Blick in die Zukunft
Trotz aller technologischen Möglichkeiten bleibt für die erfahrenen Mediziner Arapi und Dr. Neuhaus der Mensch der entscheidende Faktor. „Die Navigation unterstützt uns mit wertvollen Informationen und hilft uns, die Prothese möglichst individuell und langlebig einzusetzen. Moderne Technik ist für uns ein Werkzeug – nicht der Ersatz für den Chirurgen. Die Erfahrung, das Urteilsvermögen und das handwerkliche Können des Operateurs bleiben unverzichtbar“, bekräftigt Dr. Neuhaus. „Unser Ziel ist es, jedem Patienten die bestmögliche und individuell passende Versorgung zu bieten. Nicht ein Navigationssystem oder ein Roboter operiert einen Patienten, sondern der erfahrene Chirurg. Maßgeblich für den Erfolg ist weiterhin das Können des Operateurs“, ergänzt Mevait Arapi.
Mit der Verbindung aus langjähriger operativer Erfahrung, innovativer Medizintechnik und hoher Qualität setzt das Endoprothetikzentrum der DGD Stadtklinik Hemer seinen erfolgreichen Weg fort und stärkt seine Position als leistungsstarker Ansprechpartner für die endoprothetische Versorgung von Patientinnen und Patienten auf höchstem Niveau.
