Die DGD Stadtklinik Hemer nimmt den Aktionstag zum Anlass, über die Möglichkeiten moderner Magen- und Darmspiegelungen aufzuklären und zu zeigen, welche Erkrankungen bereits während einer Untersuchung behandelt werden können.
Darmkrebs vorbeugen, bevor Beschwerden entstehen
„Darmpolypen verursachen meist keine Beschwerden. Aus manchen können sich jedoch im Laufe der Jahre bösartige Tumore entwickeln“, erklärt M.D. Amer Jallad, Chefarzt für Innere Medizin und Gastroenterologie an der DGD Stadtklinik Hemer. „Bei einer Darmspiegelung können wir solche Vorstufen frühzeitig erkennen und häufig direkt entfernen. So lässt sich in vielen Fällen verhindern, dass überhaupt Darmkrebs entsteht.“
Gesetzlich Versicherte haben ab dem 50. Lebensjahr Anspruch auf eine Vorsorge-Darmspiegelung. Alternativ können sie alle zwei Jahre einen Stuhltest auf verborgenes Blut durchführen lassen. Bei einem auffälligen Testergebnis ist eine Darmspiegelung zur weiteren Abklärung erforderlich.
Menschen, in deren enger Familie bereits Darmkrebs aufgetreten ist, sollten frühzeitig ärztlich klären lassen, wann für sie die Vorsorge beginnen sollte. Warnzeichen wie Blut im Stuhl oder anhaltende Veränderungen der Stuhlgewohnheiten sollten unabhängig vom Alter medizinisch abgeklärt werden.
Magenspiegelung schafft Klarheit bei Beschwerden
Nicht nur der Darm, auch Speiseröhre und Magen können mithilfe moderner endoskopischer Verfahren untersucht werden. Bei Schluckbeschwerden, anhaltenden Oberbauchschmerzen oder wiederkehrendem Sodbrennen kann eine Magenspiegelung sinnvoll sein. Dabei untersucht das Endoskopieteam die Speiseröhre, den Magen und den Zwölffingerdarm. Entzündungen, Geschwüre und andere Veränderungen der Schleimhaut lassen sich so erkennen. Falls erforderlich, können während der Untersuchung gezielt Gewebeproben entnommen werden.
Moderne Endoskopie ermöglicht schonende Behandlungen
Die Endoskopie der DGD Stadtklinik Hemer bietet weit mehr als diagnostische Magen- und Darmspiegelungen. Auch Blutungen im Verdauungstrakt können endoskopisch behandelt und größere oder flache Darmpolypen abgetragen werden. Bei ausgewählten Befunden ermöglicht die sogenannte endoskopische Vollwandresektion die Entfernung krankhaft veränderten Gewebes, ohne dass eine größere Operation notwendig wird.
Weitere spezialisierte Verfahren ergänzen das Behandlungsspektrum. Mithilfe der Endosonographie, einer Ultraschalluntersuchung von innen, lassen sich beispielsweise Veränderungen an der Bauchspeicheldrüse genauer beurteilen und gezielt Gewebeproben entnehmen. Auch Gallengangssteine können mit einem speziellen endoskopischen Verfahren, der sogenannten ERCP, entfernt werden.
Gute Vorbereitung nimmt Unsicherheiten
Gerade vor der ersten Magen- oder Darmspiegelung haben viele Menschen Fragen zum Ablauf der Untersuchung. Eine ausführliche Aufklärung ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Betreuung.
„Uns liegt besonders am Herzen, dass unsere Patientinnen und Patienten gut informiert in die Untersuchung gehen und wissen, was sie erwartet“, betont Chefarzt M.D. Jallad. „Deshalb nehmen wir uns im persönlichen Vorgespräch Zeit, den Ablauf und die notwendige Vorbereitung zu erklären, Fragen zu beantworten und mögliche Unsicherheiten abzubauen. Auch die Möglichkeit einer Sedierung besprechen wir individuell.“
Kontakt zur Endoskopie der DGD Stadtklinik Hemer: Termine können telefonisch unter +49 2372 903-3107 vereinbart werden.
